Nachtrag: Erste-Hilfe Kurs bei der französischen Feuerwehr

Ihr lest richtig, ich war in einem französischen Feuerwehrhaus und das für einen 1. Hilfe Kurs (den ich nebenbei kostenlos machen durfte). Erfahren habe ich das am Abend zuvor beim Abendessen. Ganz spontan fragte mich Laure, ob ich den nicht morgen zu dem erste Hilfe Seminar gehen möchte. So ganz nebenbei. Alsoo kurzfristiger (ausgenommen als am selben Morgen) wäre es ja wohl nicht gegangen! :D
Nach ein wenig Überlegung habe ich dann auch zugesagt, ungewiss was mich erwartet.. wie wird ein französischer erste Hilfe Kurs sein ?

 

Das war auch der Tag, an dem ich das erste Mal selbst gefahren bin. Die Feuerwehr liegt in gewisser Weise (über 15 min Fahrt) nicht weit von der Abtei entfernt. Später fuhr ich diese Strecke öfters, da sie mit auf dem Weg nach Culoz, dem nächsten großen Ort, liegt.
Mann, das war ein Gefühl, wieder Auto zu fahren!

Dann, im Feuerwehrhaus, nach dem kurzen Weg dorthin (eigentlich wollte ich nicht erwähnen, aber.. und auch nach einem interessanten Parkmanöver von mir) kam mir als erstes ein bekannter Geruch in die Nase. Feuerwehrhäuser scheinen doch ähnlich zu richenb, dabei war ich noch nicht mal in der Fahrzeughalle. Der altbekannte Geruch, den ich spätestens seti meiner eigenen Jugenfeuerwehrzeit kenne, hat mich gleich etwas heimischer fühlen lassen. Ich dachte dabei sofrot an Sicherheitsschuhe und all die Sicherheitskleidung meiner Schwestern und meines Vaters, in unserem alten und neuen Feuerwehrhaus. Ach, das war persönlich gesehen sehr schön für mich zu >>riechen<<. :)

Als ich dann endlich mich angemeldet habe und wie die anderen Teilnehmer (ein Mann, etwa fünf Frauen im mittleren Alter) auch einen Tee erhalten habe, ging es auch recht schnell los.
Uns wurde anhand von kleinen Videos Gefahrenquellen und Verhaltensweisen erklärt. Z.B. dass man Kinder einer unfallstelle entfernen soll, je nach dem dem Verletzten das Unfallobjekt wie Messer aus der Hand zu nehmen, damit er sich und andere nicht mehr verletzt.

Dann haben wir noch Übungen gemacht, wie man stehen muss, um jemanden vor dem Ersticken zu retten. Also dieses von hinten "umarmen" und hochziehen, wie man es auch Filmen kennt. Gut, dass ich ein Heft bekommen habe, wo ich nochmal alles nach lesen kann.

Als wir übten, wurde ein Nebengeböude in Rauch gehüllt, damit wir später hinein gehen konnten, um mal die Erfahung zu machen, wie wenig man doch bei Rauch sieht. Wir sind einmal hochgestiegen, um zu demonstrieren, wie gut die Sicht ist und wie schnell man sich orientieren kann. Mit Qualm war es sehr schwer irgendetwas zu erkennen! Da musste ich daran denken, dass meine Geschwister und mein Vater das wohl immer wieder hatten, ich mein, sie haben nicht umsonst At-Trägerschein.. Da wir einmal zuvor hochgegangen sind, kannten wir ein wenig das Geschoss, aber trotzdem war es, als wären alle Sinne ausgeschaltet, weil man einfach durch den Qualm wie eine Wand nichts durchsehen konnte! Wie muss das dann sein, wenn man noch nie in einem Geböude war und sich zu recht finden muss?

Mit Qualm sind wir Hand in Hand aber nur bis zum 1. Stockwerk gelaufen, wahrscheinlich, weil die Feuerwehrmänner es als Demonstration schon genug und ansonsten zu gefährlich empfanden.

Also: Tipp, wie man sich bei Qualmbildung verhalten sollte: Ruhe bewahren! Unten halten, den dort sammelt sich der Rest des Sauerstoffs und es ist dort am kältesten. Um voran zu kommen, bleibtan der Wand und lauft ihr folgend entlang!

(noch nicht zuende!)

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