Lang ist's her..

Wirklich, lang, lang ist es her, dass ich hier was geschrieben habe, aber wie es scheint, hat das aber hier keiner gemerkt zu haben. Es hat sichtlich keiner hier was kommentiert oder etwas mir geschrieben.. Is ja nett..

 

Nun, hier hat sich seit dem letzten Monat (!) seit dem ich zuletzt etwas ausführlicher berichtet habe, einiges ereignet und gewiss ist nicht mehr alles in meinem Gedächnis. Doch will ich versuchen, was sich da so finden lässt. Also, Mitte Dezember stand erst einmal das Ende des Cyclus A an und das hiess erstmal feiern und Abschied nehmen, vermutlich von einigen aufs Leben, da manche z.B. auf einer Insel leben, und es flossen bei den Zyklisten viele Tränene. Dann war aber endlich wieder eine kleine Runde im Haus (Ruuuhe! :).
Nach den Vorbereitung für waren natürlich die Festtage Weihnachten und SIlvester mit der Jericho Woche.
Da Weihnachten bekanntlich ein Familienfest ist und in der Gemeinschaft alle sogenannte Geschwister sind (Gott ist unser Vater, Jesus ist sein Sohn, somit mein Bruder, so bist du Gottes Kind und daher meine Schwester/mein Bruder), kam an Weihnachten die halbe CCN Familie von fast überall auf der Welt, um auf Hautecombe gemeinsam Jesu Ankunft zu feiern (ab dem 22./23.). (Die Jesus FIgur war auch erst am 24. in der Krippe zu finden!) Natürlich haben nicht alle Platz und auch können manche nicht herkommen (ein paar werden in den anderen Häusern aber ihren Weihnachtsurlaub nachholen), aber dennoch waren es ordentlich viele. Ich verweisse auf das Gruppenfoto hier drunter..

Property of Nicolas Rhoné I Do Not Own This Picture
Property of Nicolas Rhoné I Do Not Own This Picture

 ..dabei fehlen auf dem Foto noch die nicht CCN's und einige, die schon zum heiße Schokolade austeilen gehen mussten (Alle, aus den NAchbardörfern etc., die von ausserhalb zur Messe kamen, erhielten Küchlein und heiße Schokolade). Und die, die nicht auf das "traditionelle Familienfoto" gehören. Aber da erzähl ich ja schon was von Weihnachten. Das könnt ihr unter "Frohe Weihnachten" noch nachlesen.
Jetzt berichte ich hier erstmal, wie ich Silvester erlebt habe und die dazugehörende Jericho Woche.
Vor Silvester war ab dem 28. Dezember - 4. Januar auf Hautecombe die sog. Jericho Woche, wie schon erwähnt. Wie die meisten Dinge ist auch Jericho schwer zu erklären. Jericho ist banal gesagt eine Stadt im Westjordanland und kommt mehrfach in der Bible vor. Warum genau diese Woche danach benannt worde ist, müsste ich mal fragen.. Zumindest gab es nur eine Bibelstelle während der Woche, in der diese Stadt erwähnt wurde.
Also, um aufs Wesentliche zurück zu kommen: Es war mal wieder ein Weekend Jeune auf Hautecombe und sozusagen voll ausgebucht. Ich musste dann aus dem mittlerweile recht gemütlich gewordenen Zimmer mit Jolien, Franziska und Christina raus und durfte dann mit neun anderen einen leeren, großen Raum teilen in dem man alles vom Flur gehört hat und nur eine kleine mobile Stromheizung für Wärme sorgte (Naja, wenigstens hatten wir eine.)
Vorab durfte ich sogar beim Dispo quasi meine eigene Matratze in den Raum legen, weil wir im Dispo einige Zimmer vorbereiten mussten (Decke, Kissen bereitlegen, Matratzenbezug, Begrüßungskärtchen und Schokolade (die aus meiner eigenen Erfahrung nicht schmeckt, nur nebenbei erwähnt. :D) hinlegen). Aber eigl hat Marie-Lyne, die Quebeckerin, mit der ich mal Visite gemacht habe(!), mein Lager vorbereitet.
Naja, es dauerte bis am 29. dann alle in dem Zimmer angekommen waren, wir serviteure hatten aber schon am 28. unsere Begrüßung, in dem uns auch Informationen erzählt wurden, die nur uns Serviteure angingen, weswegen Christina, Franziska und einige andere nach dem typischen loben, beten und singen raus mussten. Wir erhielten noch den Arbeitsplan aber fragt mich nicht nach mehr, ich war schon am Ang´fnag erschöpft.. Aber dennoch habe ich schon beim Abendessen (versaille cuisine soir) feststellen können, dass es mindestens einen Deutschen gibt, der für Jericho hergekommen ist. Jetzt am Ende weiss ich, dass es mindestens der Ludwig, von dem ich oben gesprochen habe, der seinen Zividienst auf Hautecombe gemacht hat, seinen Kumpel, einen Jungen, denn ich noch vom CCN Seminar in Lyon 59 (das Studentenforum in Lyon chemin neuf, wo das CCN Seminar war) kenne und ein neues Mädchen, Megan, das irgendwo allein mit zwei Priestern und einem Bruder der Gemeinschaft ihren Dienst macht. Aber sie habe ich erst spät kennen gelernt. Ist ja schon komisch da so allein zu sein, da fällt einem glatt wieder ein, dass man froh sein kann, wo man gerade ist ;). Naja, auf jeden Fall ging für uns samt Dienst die Jericho Woche schon früher los. Und für mich war die Jericho vorabgesagt schon mal nicht so schön. Zumal ich auch noch nach Silvester krank wurde und noch immer an nem Schnupfen hänge, der sich nicht entscheiden kann, ob ich jetzt husten oder niesen soll. Aber es ist schon dank Heimapotheke besser geworden. Und ich hab mich auch brav mit nach Bronchoforton riechende Salbe eingecremt (Wink). Also, vielleicht lag es auch einfach daran, dass es immer wieder kalt wurde, es einfach so viel los war, es ungewohnt war keine Privatsphäre mehr zu haben, ich immer weniger verstanden habe und ich schon von der Weihnachtswoche, wo ich fast durchgehend zu arbeiten hatte, fertig war, wo auch immer es lag, mir hat es nicht so gefallen. Ja klar, es gab auch Schönes und mich hat auch manches über Gott und Jesus zum Nachdenken gebracht, aber in allem zusammen.. Nein, ausser ein paar Ausnahmen war Jericho für mich persönlich nicht so toll. Aber dank der Vorbereitungen habe ich auch ein bisschen mehr feststellen können, wie unglaublich verwinckelt und wie viele Zimmer es "en plus" gibt! Unfassbar, wo überall Schränke mit z.B. Bettlaken sind oder kleine Lager. Oder was alles in den Lagern zu finden ist. So stellt man fest, dass sich über der Toilette im Erdgeschoss mal eben ein Dachboden mit Partygeschirr findet. Oder wo der Kellereingang ist und die ganzen Blumen herkommen. Oder wo Tellernachschub ist. Oder diese großen weissen Wannen.
Zurück aber nach der ganzen Vorbereitung für zu der Jericho Woche: Die Woche verlief exemplarisch gesehen für mich so ab: 7 Uhr aufstehen, Frühstück um halb 8, 8 Uhr unter unglaublichem Lärm, Hitze und Enge im Scriptorium die sogenannten "Temps de Serviteure" (Zeit der Dienstleistenden) ausstehen. Dann um neun, nach dem Organisatorisches besprochen wurde und der Tagesplan vorgestellt wurde, Morgenlob. Die anderen, die die Jericho Woche "für sich" machen (so nennt man die, die keinen Service leisten und die Woche für sich in der Beziehung sich, Gott, Jesus und dem heiligen Geist erleben (Trinity), für die begann der Tag erst mit 7:30 Uhr aufstehen und auch die haben darüber schon gestöhnt (Verweiß Silvesterannoncement). Danach begann dann "Formation E1" (E1 steht für die jeweilige Arbeitsgruppe, Emmaüs, die wiederum in E12 und E11 aufgeteilt ist. Insgesammt, gab es "Marthe et Marie" die morgends Küche hatten und ein wenig mehr vom Programm hatten, gefühlter Masen und zwei weitere Arbeitsgruppen, worunter auch E1 fällt. Zumindest hatten wir dann immer bis Mittag (12 Uhr, midi) eine Art "Enseignement" ['nseignemo] (Vortrag) über unterschiedliche Themen, in einer der ersten ging es um Lobpreisung Gottes (Lounge) [Lu-onsch]. Wie das mit Tanz, Körper und Bewegung zu tun hat. Das man mit dem Körper ausdrückten kann, dass man Gott mit dem ganzen Körper lobt. So viel zu dem, was ich mitbekommen habe. Danach haben wir noch den Tanz von Weihnachten zusammen getanzt ("Louez, louez eternelle" http://www.youtube.com/watch?v=SJ2PQ36fMGY es klingt nicht ganz so, aber doch ist es die Version). Das zu tanzen hat mich wirklich gefreut, vielleicht, weil ich ausnahmsweise mal Text und Figur konnte. ;)
Danach war das Fest der Eucharistie und das Essen. Nach der Pause bin ich dann um Viertel vor drei rüber zum Haus Emmaus um mit einer aus meinem Zimmer und Marie Lyne auf die ganzen Kinder aufzu passen (eine hatte 5, andere 2 und die eine Familie hat eine kleine Prinzessin (ich will deren Lebensgeschichte nicht persönlich hier preisgeben, aber es ist schon besonders, dass die kleine Lucie da ist). Von den 5 waren aber eigl nur drei stetig da, da die anderne beiden schon etwas älter als 8 waren. Der Lauteste war eigentlich der Matthias und der Mini-Raphael (das 11 Monate alte Baby), aber insgesamt waren alle sehr brav und gut erzogen. Unglaublicherweise, ich habe es mir lauter vorgestellt und ähnlich frech wie zuhause. ;) Aber gar nicht! Nur ein kleines Problemchen gabs bei Raphael. Er mag es gar nicht, nicht auf dem Arm zu sein, dafür ist er aber unglaublich zutraulich zu allen fremden Personen (es macht ihn nichts aus, wen ihn auf dem Arm hat. Um unangenehme Dienste bin ich rumgekommen und sonst war es entspannt bei den Kindern. Paar Mal hat Marie Lyne auch mit den Kindern einen Spaziergang gemacht; das ist so unglaublich süss, wenn der kleine  Benoît die eigene Hand nimmt.. Hmm..
Gegen Viertel vor 5 / 5 Uhr gings dann für mich weiter in die Küche. Meistens waren sie dann schon soweit, dass nur aufgeräumt und gefüllt und gefilmt (mit Folie die Platten übergezogen werden müssen, das Verb folier funktoniert nicht in dem Sinne, hab ich schon vorher feststellen müssen, deswegen der Neologismus oder die Verbalisierung) werden muss und meistens kam ich genau zum Moment des Gôutes an. Da ich mit den anderen, die sich anscheinend schon kennen und sich natürlich besser verstehen, da alle Franzosen waren und ich schon mit den KIndern gegen halb fünf ein Goûter genoßen habe, hab eich meistens dann weiter gearbeitet und wurde nur durch mehrmales Fragen Delphines (oh, schön, dass sie da war) dazu bewegt, mich dazuzusetzten. Also, nicht missverstehen, ich hab das auch von mir ausgemacht, aber man muss ja nicht immer mitessen. Es gab eigentlich jedes mal so ein Brwoniekuchen und Osaft, da das aber jedes Mal so war, war irgendwann auch das nicht mehr so "spektakulär". Aber der Kuchen ist unglaublich lecker gewesen.. Noch um was zum Kinderaufpassdienst zu sagen, bevor wir da zusammen das goûter genossen haben, hat Marie Lyne immer wieder geschafft, dass die Kinder alles weg- und aufräumen. Und das wirklich immer wieder motiviert (naja, welche besssere Motivation gibt es schon als Kuchen (ich wüsste da was, aber) aus Kinderaugen ? ;)
Gewohnt gegen 6 war dann auch der Küchendienst zu Ende ich ich konnte endlich hoch auf mein.. Z.im.. nein.. auf mein B.. auch nicht.., zu meiner Matratze.

Nun, so viel dazu. sonst bestand das Abendprogramm auch aus dem üblichen beten, singen, tanzen und es wurde manchmal Spiele gespielt. Einen Abend haben zwei Menschen unter einer Decke ein Kamel dargestellt und alles war etwas orentalisch gestaltet. Es war recht lustig, dieses Schauspiel zu beobachten.
Ich war jeden Abend bei dem Abendprogramm dabei, aber bin meistens früher gegangen. Die Stimmung auf ganz Hautecombe war so anders als zuvor und die Küche.. oh, das ist ein Chaos in den Schränken geworden.. Also, ich weiss nicht, wer danach aufgeräumt hat, aber man muss Platten an Orten gefunden haben und Löffel.. Hier wissen die, nene ich sie mal fixen Hautecombe Bewohner, dass das normal ist, weil die ja die Küche nicht kennen und es immer ein Chaos ist, wenn Fremde da sind. Wie beim Weekend-Jeune. Auf einmal war eine Maschine fast kaputt, eine lief nicht mehr und der Wasserhanh bei einem Abwaschplatz war kaputt (die Brause fehlte). Nun ja, das Chaos hat sich also auch gelegt. ;) In meinem Zimmer hat schönerweise Christina, eine deutsche Freiwillige geschlafen, dann in der Jericho-Woche waren noch andere dazu, aber wenigstens kenn ich die Person, die darin geschlafen hat. Das macht echt was aus. Mit den anderen auf meinem Zimmer, die anderen neun Mädchen habe ich mich recht gut verstanden, mit den einen mehr, mit den anderen hat man so gut wie nie geredet.
Die Abschlussfeier war mit einem Talentabend verbunden, die ich aber aufgrund meines Schnupfen, der natürlich am Abend wieder hochfuhr (mir war auf einemal in dem überfüllten Raum, der normalerweise mit 200/300 Leuten überhitzt ist, irre kalt und ich trug die Jack Wolfskin Unterjacke), nicht gesehen habe. Nur die Eröffnung und ein wenig vom Buffet habe ich gegessen, da folgte ich Franziskas mehrmalige Empfehlung, dass ich doch ins Bett gehöre. Und da bin ich dann auch hin. Naja und so ging für mich Jericho eeeendlich zu Ende, in dem ich am nächsten Tag aus dem Zimmer (irgendwie hat die Zimmertür allein schon ein gewisses Grauen für mich, aber ihr kennt mich, ich neige ja zur Übertreibung) durfte und dann nachmittags wieder in meines einziehen konnte.. Es war ein wenig wie.. ein Sonnenaufgang. Passend dazu begrüßte mein Zimmerausblick mich auch mit Sonnenschein. ;)

Es dauerte zwar noch bis Sonntag, dass ich alle meine Sachen, die ich auch weggeschlossn habe, wieder hatte, aber ich hab ein wenig in meinem Zimmer umgestellt. Unten könnt ihr das kleine Anfangschaos sehen:

Wieder zurück!
Wieder zurück!

Also, ich hoffe, ihr wisst, was ich umgestellt habe. ;) Vielleicht erkennt der ein oder andere ja Gegenstände oder Fotos.. Bin ja gespannt, ob jemand was findet (bitte als Kommentar)! :)
Als ich dann Sontagabend dann zum Essen ging, spürte ich so ein Erschöpft-sein.. Wahrscheinlich war es einfach der Schnupfen, aber ich bin wieder mal so ähnlich erschöpft gewesen, wie an dem Tag, als der Tisch gemütlich war..
Naja, ihr könnt euch dann ja vorstellen, was dann noch in meinem Zimmer lief.. Nämlich so gut wie nichts mehr. ;)
Sonntag, wie ich schon geschrieben habe, hat mir Benoît geholfen, meine eingeschlossenen Sachen in mein Zimmer zu bringen und ich hab mich dem Tag dann auch dem einräumen gewidmet.
Nun denn. Ich hoffe, ich hab jetzt gut wiedergegeben, wie ich die Woche nach Weihnachten, die Jericho Woche und den Tag danach erlebt habe.

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Kommentare: 1
  • #1

    Mama (Samstag, 11 Januar 2014 19:05)

    Hallo, endlich wieder da. Das Verb für die Tätigkeit, eine Folie auf ein Lebensmittel zu spannen, lautet seid den "80zigern" frabanisieren, nach den Produkt: Frapan!,,,Gell, Sabine?