Der Tag, an dem ich Minecraft auf dem Desktop sah

http://www.youtube.com/watch?v=2IUNRi2AmgU

Heute ist Dienstag und das heißt quasi schweigen bis etwa 5 Uhr. Den Tag habe ich damit begonnen, mich schwer kämpfend morgens aus dem Bett zu werfen, weil ich, obwohl ich länger schlafen könnte, mich mit Franziska zum Laufen verabredet habe. Die Runde laufen (etwa 20-30 min durch) war auch ganz schön, nicht die ganze Zeit leicht, aber angenehm. Vor allem konnte man die Sonne endlich hier wieder sehen.. Danach ging flix zum Frühstück, dass, begleitet mit klassischer Musik, schweigend genossen wurde-es gab ganz frisches Brot! Bisher habe ich danach nicht viel gemacht. Nachmittags muss ich wieder in der Küche arbeiten und davor nach dem Essen hab ich mit meiner Frat Küchendienst. Da ich gerade nicht vorraussagen kann, was und überhaupt heute noch was Spannendes passiert, kann ich ja mal nachdenken, was den so interessantes bisher schon passiert ist..

Samstag ging unsere ruhige Zeit hier zu Ende, weil alle Cyclisten von Montagnieu zurückkamen und auf einmal alles wieder voll war. Ich dachte, es würde unruhiger werden, weil alle ja ihr Gepäck rum tragen mussten, aber das ging eigentlich dann doch schnell und recht ruhig. Bzw. ich habs kaum gemerkt. Als nach der Messe endlich alle nach einander-ah Moment-die Messe! Ja, ich war Samstag mal wieder in der Eucharistiefeier hier und hab mich mit Christina mich weiter vorne in die festen Stühle gesetzt. Diesmal bin ich auch das erste Mal nach vorne gegangen und hab den Segen entgegen genommen (Eucharistiefeier ist quasi ein Gottesdienst mit Abendmahl). Diesmal habe ich mich fast automatisch mit hingekniet, weil alle das machen und ich nicht die Einzige stehende oder sitzende sein wollte.. Dass ich das fast automatisch mitgemacht habe, ist mir aber auch erst später aufgefallen.. Christina hat mir da sehr geholfen, z.B. mir ihre Bibel zu lesen gegeben und erklärt, dass ich mich auch einfach nur segnen lassen kann, in dem ich meine Arme vor mir kreuze und nicht unbedingt das Abendmahl traditionell mit machen muss. Danach dauerte es etwas, aber dann ging es recht schnell, dass alle Cyclisten eintrafen. Es wurde ein Whiteboard aufgestellt und unter dem üblichen Bienvenue standen dann alle Namen von denen, die dieses Wochenende zurückkamen. Das finde ich eine sehr schöne Geste. Es war ein großen Umarmen und Freude, als alle eintrafen. Gerade die beiden Cyclisten, Marie Lyne und Aknieszka freuten sich, endlich ihre Frat umd Mitcyclsiten wieder bei sich zu haben. Dann gingen alle in den SAM und seit einer Woche, war der Gesang wieder laut, kräftig und mehr mit männlicher Tiefe geprägt. Das war schon schön wieder so ein Chor zu haben. Das Essen war dann auch wieder lauter, da diesmal statt den drei niedlichen Rundtischen fast alle acht Tische vollbesetzt waren. Der erste Gang wurde wohl auch zu Ehren der Rückkehrer mit Flips, Chips und Limonaden, wie Cola, aufgebessert. Der Nachtisch, denn ich ja schon bei der Vorbereitung beobachtet habe, war dann ein leckerer Schokoladen-Birnenkuchen. DER war lecker. :) Am Abend wurden dann drei Filme vorgeschlagen und da ich annahm, da bisher immer der ICE AGE Film verschmäht wurde, einer dieser ernsten, komplizierten Filme gewählt werden würde, hab ich den Abend für mich genutzt und landete dann doch wieder hier vorm Laptop. Schlimm, bin viel zu oft on, dass weiß ich schon selbst. Sonntag war vorgestern und hier waren einige der Gemeinschaft, die auf Montagnieu gearbeitet haben. Also ein paar neue Gesichter zum Mittag gesehen. Sonntag hatte ich den ganzen Tag frei und habe eigentlich nicht viel gemacht, hauptsächlich mich ausgeruht und angefangen in Marie Lynes Buch von Denis Sonet, der beim Week-End Jeune ein Referent war) zu lesen. Er schreibt über Liebe und Sexualität und im Generellen. Leider gibt es seine Bücher nicht auf deutsch. An sich gibt es von ihm viele, viele Bücher und auch DVDs, aber nur ein Buch auf spanisch und eins auf italienisch, aber sonst nur auf französisch. Nicht mal auf englisch hat er es übersetzten lassen.. Schon schade, dass man bei uns seine Worte nicht lesen kann. Der Monatg gestern, begann nach einem wieder übereilt abgeräumten Frühstück (..ernsthaft, muss man das petit so ernst nehmen..) mit der Versammlung und diese endete mit dem Austeilen des Arbeitsplanes und Gesang, Beten, dieses alle-singen-was-für-eine-Melodie-sie-gerade-fühlen Gesang und dem Vater Unser, dass ich stehts auf deutsch sage. Der Plan verkündete mir dann, dass ich jeden Tag in der Küche anzutreffen bin und zwar mit wechselnden Verantwortlichen, aber immer zu mit Jolien, Franzsika und Christina zusammen arbeite. Intern nennen die drei sich schon >>Equipe de choc<<, was so viel wie "Starkes Team" heißt. Weil sie so gut wie jeden Tag in der Küche arbeiten, und daher schnell sind und so langsam Routine und Erfahrung in ihre Arbeit kommen. Meistens, gerade wenn wir bzw. sie mit Arnita, eine zölibatäre, lettische Schwester der Gemeinschaft, zusammen arbeiten, geht die Arbeit schnell, organisert und mit wenig Abwasch zu Gange. Wie gestern Abend. Da haben wir mit Arnita gekocht. Das ist mit ihr immer sehr angenehm. Heute ist sie vormittags wieder in der Küche und hat gestern schon angekündigt, dass sie in der Küche heute nur russisch redet, weil eine andere Lettin und eine vermutlich Franzosin, die russisch kann, zusammen arbeitet und da jeder russisch versteht (für Linda, die Lettin, ist französisch noch eine eher schwierigere Sprache), ist das die beste Sprache der Mitte für die Drei. Ich hab mir da erstmal ne gute Boule heisse Milch mit Honig gegönnt. Gerade ist Mittagessen im Schweigen. Da es sich wie üblich um eine Kürbissuppe handelt, ich Suppen an sich nicht hinterherrenne und sowieso ja spät gefrühstückt habe, werde ich gleich in mein Zimmer huschen und es mit dem wunderbaren Deko, die ich Freitag per Post mit vielen Nützlichen und weniger.. Dingen von zuhause zu geschickt habe, schmücken. :) Hmm, Mint.. :)

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