(aktueller) Willkommen zurück im 21. Jahrhundert..

..mit all seinen technischen Errungenschaften.

 

Heute hatten wir bis abends Stromausfall. Ich bin morgens aufgewacht und unbewusst ist mir schon die irre Ruhe im Zimmer aufgefallen, meine Heizung allein ist manchmal ziemlich laut. Aufstehen, anziehen, auf zur Toilette. Erstmal fiel mir auf, dass im Flur die Notausganglämpchen auffällig hell leuchteten und dann auf der Toilette ging das Licht nicht. Es ging auch keine Heizung. Als ich dann unten zum Frühstück runter ging, war es auch überall anders. Damit meine ich, dass überall schon so eine andere Atmosphäre herrschte und es war so ruhig! Das Interessante kam ja erst beim Service, ich hatte nämlich wie üblich mit Jolien, Christina und Franziska Küchendienst, und ohne Strom kein Licht, kein Abzug und da dieser Pflicht bei Benutzung des Herdes ist, hieß das auch kein Gasherd. Also, was nun in der Küche der Urzeit, ohne Strom? Timothee und Emils mussten dann erstmal Campingbrenner holen und Gasflaschen, das war am Ende ein Bild! Und Ruß an den Töpfen.. Als eingespieltes Team haben wir aber mit Marie-Cecile auch diese Herausforderung gemeistert. Zum Mittag gab es etwas Warmes und es wurde pünktlich fertig. Nur war es in der Küche recht gefährlich, da die Campingbrenner halboffen rum standen. Meine Frat freute sich schon auf die „Vaiselle“, denn kein Strom beutete, weder Ofen noch Friteuse wurden benutzt und daher bleiben diese auch sauber. Nur mussten wir das heiße Wasser einteilen und in der zweiten Schicht Küchendienst war es eine Arbeit gegen die Zeit. Denn am Ende musste der Abwasch von uns gemacht werden, weil, nunja, kein Strom, kein Licht in der Küche und da geht halt auch nicht der Abwasch vom“ Vaiselle Cuisine“ abends. Am Ende war Jubelstimmung in der Küche, dass auch der Nachmittag gemeistert wurde, ohne jeglichen Strom und Probleme. Nur wurde das Essen, statt vom Tisch, direkt von der Flamme serviert. Also, d.h. die Töpfe blieben wegen der Wärme auf der Flamme und jeder Tisch bekam direkt aus dem Topf sein Essen. Nach dem Küchendienst war ich recht erschöpft und auch das Goûter war am diesem Tag in Dunkelheit. Die Abtei ist so gut organisiert, dass bereits Taschenlampen für jeden Dritten etwa organisiert wurde. Es war eine recht schöne Atmosphäre im Dunkeln, nur im Schein weniger Taschenlampen, zu reden und dem munteren Geplauder zuzuhören. Danach bin ich dann hoch und mich der Ermüdung erlegen auf mein Bett gelegt. Was soll man nur abends ohne Strom machen, fragt man sich in dem Moment? Alles ist dunkel, kein Gerät kann man anmachen (ungünstiger Weise war gerade mein Laptop leer) und kalt wurde es auch noch dazu. Glücklicherweise hab ich bereits eine eigene Taschenlampe bei mir gehabt, mit der ich wenigstens schon durch den Flur laufen und ein wenig lesen konnte, doch nach einiger Zeit habe ich ein wenig gedöst, dann wurde ich wach, habe im Dunkeln in meinem Bett über Einiges nachgedacht und an Viele gedacht, da sehe ich so zu meiner Steckdose und da leuchtete dieser Stecker gegen Insekten und „bäm!“, wird mir klar: Licht! Der Strom ist wieder da! Oh, war das toll! Zurück im 21. Jahrhundert mit all seinen tollen, elektrischen Erungenschaften! ;) Das Essen wurde dann leider auch nicht mit Kerzen erleuchtet, was viele Andere außer ich  auch bedauerten, dafür konnte aber die Frat doch noch arbeiten. ;)

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