>>Mache dich auf, werde Licht, und das Licht geht auf, über dir<<

Dieser Spruch kam mir heute morgen, als ich auf das Frühstück wartete. Soweit ich mich entsinnen kann, ist es sogar mein Taufspruch.

 

Hallo! :) Bonjour! Oder: wie sagt man "Guten Morgen"?


Gestern war Sonntag und es war relativ ruhig. Diesmal konnte man gemütlich bis zehn Uhr frühstücken und sich Zeit lassen. Das Essen war mittags und abends irgendwie zu ungewohnt so dass ich abends noch Hunger hatte.. ;) Außnahmsweise, weil vermutlich eben Sonntag war, gab es Wein zum Essen. Während der Mahlzeiten habe ich mich gut und immer wieder mit anderenen Französinnen und Franzosen, der Niederländerin Jolienne und anderen gut unterhalten können. Heute, am Montag, merke ich, dass ich bereits ein kleines Stückchen besser französisch sprechen kann, wobei das Verständnis manchmal hapert. Ich will gar nicht meine gesprochene Grammatik geschrieben sehen.. :D Zu dem sind immer wieder Personen (gens) auf mich zu gekommenm, die ich noch von der Probewoche kenne. Heute bei der Versammlung habe ich mal die bekannten Gesichter gezählt und stellte fest, dass es etwa 20 sind, die ich noch von der Probewoche kenne. Dabei ist Josee, die Iconen kreiirt (wenn ich es darf, kann ich hier eine Abfotografie vllt mal zeigen, das sind kleine oder auch mal große gemäldeähnliche Platten, die mit spezieller Farbe aufgetragen werden und teils auch vergolget erscheinen und natürlich christliche Bibelszenen darstellen) und ein paar andere, deren Gesicht ich bisher nur wiedererkenne, aber deren Namen ich mir soweit noch nicht gemerkt habe. Bei allein 80-90 (jungen) Leuten, die ihr Cycle A hier machen+über20 Freiwlligen+mehr als 10 feste Abteibewohner+Familien+Besucher ist es ja auch kein Wunder. ;)

Aber zurück zu Montag: der Tag begann mit dem Frückstück, das bescheidener ist und an dessen Minimalität nicht mal an das Frühstücks des "nur- Wassertrinkers" reicht (einige werden wissen, wen ich da meine :P), an das ich mich wohl nie gwöhnen werde.. Und auch, dass es abends kein Wurstbrot mehr gibt, sondern zweimal am Tag ein "Drei-Gänge-Menü" (uuf!). Allenfalls, wenn morgen die neuen Spenden kommen, gibt es die Hoffnung auf Cornflakes zum Frühstück (yay). Donc (also), nach dem Frühstück gab es dann erstmal die wöchentliche "reunion de maison" (Versammlung), bei der Neuankömmlinge begrüsst, Vorgehen der  Woche und Geschehnisse der letzten Woche, die Abtei betreffend, berichtet werden. Ausserdem haben wir den Zettel, mit der Arbeitsaufteilungen erhalten: Ich bin heute den ganzen Tag in der Küche (bisher habe ich eine Art längliche Radieschen geschniebelt (uuunheimlich aufregend (..), aber zumindest musste ich nicht Salat waschen..) und habe mich mit Etienne, dem Kanadierer aus Quebec über die gegenseitige Heimat unterhalten und über Huskies. So habe ich erfahren, dass die Spanier zwar Amerika entdeckt haben, aber die Franzosen sich Kanada gesichert haben und daher Quebec der Frankophonen Gemeinschaft angehört (Französisch als Amtsprache; "Quebec reste fidele á France et France reste fidele á Quebec"). Gleich ist Mittag und es gibt Hühnchen, zumindest halte ich es dafür. ;)

Nachmittags bin ich in der Küche und nach dem Mittag, dass ich in der Fraternität esse, habe ich noch eine Aufgabe mit denen gemeinsam zu erfüllen.
Fortsetzung: Ja, es war Hühnchen zum Mittag. DIe sozusagene "Fraternitätsaufgabe" bestand darin, dass wir gemeinsam die Küche sauber machen mussten und sämtliches Geschirr (was ich gemacht habe mit ein paar anderen) abzuwaschen hatten. Danach hatte ich eine halbe Stunde Pause, die ich damit verbracht habe, dass aus in den Park/ auf die Terasse gegangen bin und den Sonnenschein genossen habe. Dabei hatte ich eine guten Blick auf Aix les Bain oder Chambery und sah einen Zug laut krachend in einen Bahnhof eintreffen (es macht immer so ein komsiches Geräusch, wie ein Meeresbewohner.. ich hatte mir schon mit meiner Kreativität Hoffnungen auf ein französischens Loch Ness Seemonster gemacht und fast Geschichten mir im Kopf ausgemalt.. naja, schade. ;) ). Mit der Sicht, die ich auf den gegenüberliegenden Berg hatte und eben diesen Zug, hatte ich ein wenig das Gefühl, auf den Zug, wie in einem Spielzeugbahnhof, gucken zu können. Die Aussicht hier ist wirklich herrlich.
Der Küchendienst war wieder mit denselben Personen wie am vormittag, nur dass meine Zimmernachbarin nun "Küchenchefin" war. Es war sehr toll mit der Niederländerin, den zwei Deutschen und Etienne zu arbeiten. Vor allem mit Jolienne und Etienne konnte ich mnich sehr gut unterhalten (Creme de dent meinte sie aber nicht, Etienne). Ich durfte Blumenkohl schneiden und Champions pellen und schnibbeln und andere Sachen wie das was ich so liebe: folier (mit Frischhaltefolie alles abdecken). Nach dem Dienst bin ich mit Franziska ja joggen gegangen, was sehr gut tat und mir zeigte, dass ich nicht nur meinen PC aktualisieren, sondern auch meiner Ausdauer ein Update verpassen sollte. ;)
Dann ging es Richtung Abendessen, diesmal aber in der Frat (Fraternite). Wir haben gemeinsam im "Sal de Coul" gespeist Es war sehr gemütlich und entspannt mal in kleiner Runde zu essen, reden und abzuwaschen. Wir hatten ganz süß eine Tischdecke auf dem kleinen, runden Tisch, Blumen und Namensschilder an unseren Stoffservietten. Da ich neu in der Frat bin, haben sich alle mir/der Frat vorgestellt: es sind insgesamt neun Personen, davon 6 Franzosen, eine Polin und zwei Deutsche. Zwei der Franzosen machen ein "JET", soweit ich das Verstanden habe, bedeutet das, dass sie mit der Gemeinschaft ins Ausland gehen. Einer aus meiner Fratz ist engagiert in der Gemeinschaft und so gut wie alle machen den Cycle A. Lustig war, dass einer sich vorgestellt hat, dass er derjenige sei, der schnell sprechen würde, als er aber mit einem anderen einen Dialog hatte, war er aber derjenige, der langsamer von den beiden gesprochen hatte. Und das war dein quasi mein offizieller Tagesabschluss. :)
Morgen habe ich komplett frei und dann ist auch der "Desert-Tag", das heisst einfaches Mittagessen am Buffet und schweigend bis 17:00 Uhr und sich ruhig verhalten. Dann gibt es "Goûter ensemble"W und gemeinsam wird alles sauber gemacht".

P.S. Wenn Fragen (Z.b. Tagesablauf) sind oder Anmerkungen dazu habt: schreibt mir, ja?! :) (Übrigens war nach der Besprechung, vor dem Dienst und nach dem Mittag- sowie abendessen, gemeinsames singen dran und vor dem Dienst und nach der Versammlung zusätzlich eine Art beten.)

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Kommentare: 2
  • #1

    Kirchkatrinchen (Montag, 21 Oktober 2013 21:58)

    Ich freue mich schon jetzt weitere Einträge lesen zu dürfen ;)
    Ich hab dich lieb :-*

  • #2

    Vier Menschen sagen Mama zu mir!?! (Freitag, 25 Oktober 2013 15:45)

    Ja, mein Kind, es ist dein Taufspruch. Für dich ausgesucht, von Menschen, die dich sehr mögen! Dein Konfirmationsspruch ist auch erbauend, aber diesen hast du dir ja selber ausgesucht. Also, mache dich täglich auf.....M.