Nimm es leicht - dann ist es nicht so schwer


Tja, der Spruch kam mir während ich vom TGV hetztend ausstieg und mein knapp 30kg schweres Gesamtgepäck herauskatapuliert habe. Den Effekt merkte ich übrigens an den nächsten drei Tagen: Muskelkater. Ja, ernsthaft und leider.
Aber Bonjour erstmal und bienvenue zum ersten Eintrag! :)
Gerade bin ich noch in Neuwiller des Saverne bei Saverne auf dem Einführungsseminar von VISA. Es ist sehr kalt und anstrengend, nicht zuletzt wegen der fremden Sprache. Wir haben so gut wie kaum Pausen.
Aber erstmal zu meiner Hinreise:
Pünktlich sind wir von zuhause los gefahren und sind mit meinem nervösen Bauch Richtung OL gefahren und dann das: STAU! Ich lebe mein ganzes Leben schon dort und habe noch nie, noch nie auf der kurzen Strecke Stau erlebt. :D Nach einer kurzen Zeit, die man immer nervöser wurde, hat er sich aber zum Glück aufgelöst und wir konnten weiter fahren.

Dann erreichte mein erster Zug schon den Bahnhof und die Reise ging los.
Zunächst verlief alles recht gut und ich hab alle Züge bis nach Karlsruhe bekommen. Dann hieß es im ICE, dass wir 10 Min. Verspätung haben. Okay, an sich ja nichts Ungewohntes, aber: Moment! Ich hatte nur 5 Minuten Umstiegszeit ergo der Zug wäre weg! Glücklicherweise hat es aber trotzdem noch geklappt und Florian (auch einer der sein DJIA macht) und ich haben dank Lenni den TGV doch noch bekommen. Umso näher wir Saverne kamen, umso mehr Freiwillige kamen dazu. Mit dem Bus dann zum 12km entfernten Neuwiller in die Jugendherberge und Zimmeraufteilung. Mein Zimmer ist ganz oben und ganz hinten, ja, es ware eine große Freude, das Gepäck hoch zu schleppen. ;) Nach der Begrüssung und einer Stärkung ging es später zum Saal zurück und dort wurde genascht: jeder sollte aus seiner Region eine Spezialität mitbringen, genannt Goût. Wir aus Deutschland hingen meistens beim "Deutschentisch", aber auch Wein, Käse und verschiedene Kuchen lockten zu den internationalen Tischen. Nebenbei: das Schwarzbrot wurde auch Tage später von uns Deutschen sehr gern gegessen (..). ;)
Am zweiten Tag haben wir Administratives gemacht. Danach und am Folgetag hatten wir sogenannte Ateliers, Arbeitsgruppen praktisch. In denen wurde uns z.B. mit einer Grafik gezeigt, wie wir evtl. emotional drauf sein könnten. Dass uns z.B. erst die Euphorie der neuen Dinge packen würde, aber wir später Ernüchtern, aber auch dies sich wieder legen würde und unsere Stimmung sich bessern würde. Dann gab es noch Theater, in denen wir Sprachübungen gemacht haben, ein Atelier, in dem wir ein Bild, das zu uns passt beschreiben mussten und uns vorstellen sollten. Und zuletzt ein weiteres Atelier, in dem wir ein Arbeitszettel bearbeiteten. Wir haben vor dem Seminar ein Dokument über die Legende des Golems erhalten und der führte durch das ganze Seminar. Gestern z.B. haben wir T-shirts mit einem Golem-Symbol erhalten und heute aus Ton uns einen eigenen gemacht. Bei Interesse kann ich die Legende auch hier reinstellen. Am letzten Abend haben wir einen Talentabend veranstalten, zu dem, wie gewohnt, die Betreuer zu spät kamen. Es wurden Sketche und Gesänge aufgeführt und besonders durch den Auftritt einer schwedischen Freiwilligen, die gesungen hatte, war es ein sehr schöner Abend. Danach gab es Brezel (!), Wein, Saft, Zuckerbrot und Disko. Die Franzosen haben am längsten gefeiert. Sie hatten sowieso die ganze Woche über die meisten Kraft von allen und haben z.B. an einem Tag bei zwei Mahlzeiten gesungen und auf den Tisch gehauen.. Wobei wir anderen bescheiden und müde waren.. ;)

Morgen geht es früh los bzw. werden wir nach Saverne gebracht und von da zu unseren Einsatzstellen.. Ich bin schon gespannt, was mich erwartet und wie die ersten Tage auf Hautecombe werden.

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